Das Projekt „Busschule“ – clever mit dem Bus fahren!

Bereits in der Grundschulzeit und später beim Wechsel zu der weiterführenden Schule sind viele Schülerinnen und Schüler im ländlich geprägten Lügde und den umliegenden Ortsteilen auf Busse angewiesen. Auch für die Kinder unserer Grundschule ist der Bus ein wichtiges Verkehrsmittel. Besonders für die Jüngsten gilt es dabei, viele Herausforderungen und Gefahren zu meistern. Deshalb bildet auch an unserer Grundschule die Mobilitätserziehung und die Verkehrserziehung einen wichtigen Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrags.


Die verkehrspädagogische Arbeit ist aus unserer Sicht, wie Bildungsarbeit im Allgemeinen, von großer Bedeutung.
Die traditionelle Verkehrssicherheitserziehung in der Primarstufe ist generell in den Grundschulen verbreitet. Hierbei spielen die Polizei sowie die Verkehrswachten als außerschulische Partner eine wichtige Rolle. Während die verkehrspädagogische Arbeit in Schulen bisher hauptsächlich durch eine Verkehrssicherheitsorientierung im Straßenverkehr geprägt war, auch bekannt als „Fahrradführerschein“ im Rahmen der Radfahrprüfung, wird die klassische Verkehrssicherheitserziehung in der Grundschule nun um Aspekte einer umfassenden Mobilitätserziehung ergänzt.


Unterstützt werden wir bei dieser wichtigen Aufgabe durch die beiden Polizistinnen Annabell Wiechers und Kerstin sowie Herrn Jörg Brinn von dem Busunternehmen Firma Brinn. Die Kinder erlernen während der Busschule richtige und sichere Verhaltensweisen und –regeln. Damit sie sich und andere nicht gefährden, kommt es auf das richtige Verhalten auf dem Schulweg, beim Warten an der Haltestelle, beim Einstieg in das Fahrzeug und gegenüber Mitfahrenden sowie beim Ausstieg aus dem Bus an. Mittels dieser verkehrspädagogischen Maßnahmen werden die Kinder für das richtige Verhalten, insbesondere im Hinblick auf die "Verkehrssicherheit" und auch bezüglich "Rücksichtnahme auf andere" geschult.


Die Bestandteile des verkehrspädagogischen Projekts sind zum einen Teil, theoretische Einheiten, um Gefahrenbereiche und richtige Verhaltensweisen zu thematisieren, zum anderen Teil, die Busbesichtigung, um das Ein- und Aussteigen zu üben, einen Sitzplatz im Bus zu finden, der korrekte Umgang mit dem Schulranzen während des Ein- und Aussteigens und während der Fahrt und generell die spielerische Auseinandersetzung mit dem Thema Mobilität und Schulwegsicherheit. Auch die Verhaltensweisen im Fall eines Unfalls oder einer „Buspanne“ wurden besprochen.


Bei den praktischen Einheiten an der Bushaltestelle konnten die Kinder Gelerntes zeigen und direkt umsetzen. Die Kinder haben sich sehr gewissenhaft und vorbildlich gezeigt. Darüber hinaus war der Spaß den Kindern natürlich auch deutlich anzusehen. Busfahren bedeutet für viele Kinder nach wie vor ein Erlebnis…